Immobilienkauf – Die Wahl des Notars

Wer eine Immobilie kauft oder verkauft, muss sich zwangsläufig mit der Frage nach dem richtigen Notar beschäftigen.  Dabei gibt es keine feste gesetzliche Regelung,  wer den Notar beauftragen muss. Per Gesetz ist lediglich vorgeschrieben, dass der Kauf oder Verkauf einer Immobilie notariell zu beurkunden ist. Bei der vertraglichen Gestaltung sowie den einzelnen Inhalten sind beide Vertragsparteien flexibel. Notare  verfügen meist über eine Vertragsvorlage, die individuell angepasst wird. Wer jedoch den Notar aussucht, ist nicht vorgeschrieben. Als Richtlinie gilt jedoch, dass der Käufer den Notar auswählt, da er den Kaufpreis bezahlt. Der Verkäufer kann jedoch einen Notar empfehlen. Da die gesetzlichen Vorgaben zum Ablauf des Kaufvertragsprozesses und die dabei anfallenden Gebühren eindeutig geregelt sind, ist der Notar in jedem Fall daran gebunden. Preislich macht die Wahl des Notars also keinen großen Unterschied. Für die Beurkundung ist in den meisten Fällen nur ein einziger Termin bei dem Notar erforderlich.  Benötigte Unterlagen können in den meisten Fällen elektronisch übermittelt werden. Wird die Immobilie als Neubau von einem Bauträger erworben, kann man  immer mit gutem Gefühl auf den empfohlenen Notar zurückgreifen. Man kann davon ausgehen, dass dieser bereits  den Grundstückskauf, sowie vorherige Verkäufe für den Bauträger beglaubigt hat.30 Bei umfangreichen Verträgen ist es außerdem ratsam diese vor der Unterzeichnung von einem Rechtsanwalt prüfen zulassen. Die Notar- und Gerichtskosten sind in Deutschland im Gerichts- und Notarkostengesetz (GNotKG) festgeschrieben und somit für alle Kanzleien bindend. Im Durchschnitt werden 1,8 Prozent des Kaufpreises für die Notar- und Gerichtskosten veranschlagt. Damit sind der Entwurf des Kaufvertrags, die Protokollierung mit der Versendung des Originalvertrags sowie die Eintragung der Vormerkung und der Auflassung im Grundbuch abgedeckt.