Die Zukunft des Wohnens

Analysten und Experten haben Untersuchungen gemacht, wie Deutschland im Jahr 2045 wohnen und leben wird. Der Wohnungsbedarf kann aus diesen Erkenntnissen ermittelt werden und allgemein gültige gesellschaftliche Trends werden dadurch erkennbar. Die gewonnenen Daten sind für Entscheidungsträger ausschlaggebend für ihr weiteres Vorgehen und die Konsequenzen betreffen somit die gesamte Bevölkerung.

Grundsätzlich kann davon ausgegangen werden, dass sich die Kluft zwischen den begehrten Wohnlagen und den weniger beliebten weiter zuspitzen wird. In einigen Jahrzehnten werden einige Regionen von einer akuten Wohnungsnot betroffen sein und andere hingegen einen Leerstand aufweisen. Es werden auch weiterhin diejenigen Städte besonders im Fokus bleiben, in denen schon heute die Nachfrage das Angebot übersteigt. Dazu gehören unter anderem der Raum München, Hamburg und das Rhein-Main-Gebiet.

Seit Jahren bemängeln Fachleute das zu langsam auf diese Entwicklungen reagiert wird. Objektiv betrachtet müssten die Bautätigkeiten massiv erhöht werden, damit sich das Angebot der Nachfrage langfristig angleichen kann. Die dafür notwendigen Beschlüsse benötigen zu lange Entscheidungswege, als dass sie adäquat auf den Markt reagieren könnten.

Eine denkbare Verbesserung könnte der Ausbau der Infrastruktur in den Ballungsräumen bewirken. Damit würden Pendler entlastet und gleichzeitig ein Anreiz geschaffen werden, womöglich eine längere Fahrzeit zur Arbeitsstätte, dem Leben in der Großstadt vorzuziehen. Es gibt einige Stellschrauben, über die nachgedacht werden sollte und die zu einer mittel- bis langfristigen Entlastung des angespannten Immobilienmarktes führen würden.

Auf der anderen Seite sollten Regionen gegensteuern, denen ein Wegzug ihrer Einwohner und damit der Leerstand droht. Eine Vielzahl von Möglichkeiten bieten sich den Gemeinden und der Lokalpolitik die Attraktivität für ihre Regionen zu steigern. Dabei sollte ein ganzheitlicher Ansatz verfolgt werden, der die Bedürfnisse der potenziellen Einwohner berücksichtigt. So könnte das Arbeitsplatzangebot, die Investitionen in eine verbesserte Infrastruktur oder die günstigeren Lebenshaltungskosten Themen sein, die von den Entscheidungsträgern verbessert und anschließend an die Bevölkerung kommuniziert werden.

Der allgemeine Trend der Singlehaushalte wird auch in den nächsten Jahren anhalten und die Wohnungsnot in den Ballungsräumen weiter begünstigen. Dies ist auf die Individualisierung unserer Gesellschaft zurückzuführen und als allgemeingültige Entwicklung zu betrachten. Aus diesem Grund ist der skizzierte Ansatz zu verfolgen, dass der Wohnungsnot in den beliebten Wohngebieten entgegengewirkt wird und auf der anderen Seite die Regionen aktiv mit Maßnahmen gegensteuern, die vom Leerstand betroffen sein werden.

 

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