Der Immobilien-Boom und seine Folgen

Historisch niedrige Zinsen, eine gute Beschäftigungslage und ein steigender Wohnungsbedarf aufgrund weiterer Zuwanderung haben einen regelrechten immobilien-Boom in Deutschland ausgelöst, der sich vor allem in beliebten Städten wie Düsseldorf, Leibzig, Frankfurt, München, Hamburg und Berlin deutlich bemerkbar macht.

Allein im Jahr 2015 haben so, nach amtlichen Schätzungen, Immobilien und Grundstücke im Wert von bis zu 210 Milliarden Euro den Besitzer gewechselt. Für 2016 sehen die Analysten einen weiteren Anstieg.

Dabei sind es gerade die sogenannten Schwarmstätte wie Düsseldorf Berlin etc., die vor allem für junge Leute von Bedeutung sind. Das treibt die Preise in die Höhe und führte 2015 laut ZIA zu Preisanstiegen von 13 bis zu 19 Prozent bei Eigentumswohnungen, im Gegensatz zum Vorjahr. Auch im Umfeld dieser begehrten Städte steigen die Preise deutlich, der Grund dafür liegt auf der Hand: Ein immenser Mangel an Immobilien in den Zentren. Die Menschen weichen aus und somit werden auch ländlichere Gegenden attraktiver denn je.

Lohnt sich noch der Immobilienverkauf?

Fragen die gerade für diejenigen von Wichtigkeit sind, die mit Immobilien wirtschaften oder denen ein Immobilen bzw. Grundstücks An- oder Verkauf bevorsteht sind: Wie werden sich die Immobilienpreise entwickeln wenn der Zins wieder angehoben wird? Besteht vielleicht sogar die Gefahr einer Immobilienblase? Und lohnt sich dann noch ein Verkauf der Immobilien?

Natürlich lockt ein derartig niedriger Zinssatz die Immobilie oder das Grundstück zu verkaufen, doch trotzdem ist Vorsicht geboten, denn es ist wichtig den Zeitpunkt und die Notwendigkeit des Verkaufes sorgfältig zu durchdenken. Muss man verkaufen? Oder möchte man das Geld für private Dinge Ausgeben wie ein neues Auto? Dann ist es sinnvoll zu verkaufen. Doch sollte man keine konkreten Pläne damit haben, wäre es vielleicht auch vorteilig zu warten, bei weiterem Anstieg der Preise wäre es dann möglich das Objekt zu verkaufen um das Geld anschließend in eine neue Immobilie zu investieren, die für bspw. mehr Mieteinnahmen sorgt.   Wichtig ist es zu beachten, dass bei noch nicht abgezahlten Häusern eine Vorfälligkeitsschädigung anfällt, die die Bank vom Kreditnehmer verlangt, damit er aus dem Darlehensvertrag aussteigen kann.

Vor einer Immobilienblase muss man vorerst allerdings keine Angst haben. Zwar sollte man die Preisentwicklung auf den Märkten sehr kritisch und intensiv beobachten aber dadurch, dass Baukredite und Hypotheken in Deutschland vergleichsweise schwer zu bekommen sind, ist es zur Zeit eher unwahrscheinlich, dass die Immobilien zu einem höheren Wert gehandelt werden als sie später verkauft werden und sich dadurch eine Blase bildet. Auszuschließen ist es allerdings nicht!

Es ist also grundsätzlich wichtig den Markt und den Nutzen beim Immobilienkauf im Auge zu behalten. Auch wenn die Zinsen niedrig sind und kein Ende dieser prognostiziert ist, ist es ratsam einen kühlen Kopf zu bewahren.

 

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