Das Grundbuch und seine Hürden

Das Grundbuch erlaubt mit Informationen über Rechten und Pflichten einen ersten Überblick über das Grundstück. Dieses Grundbuch ist bei einem Kauf, einer Pacht oder Erbschaft sehr wichtig.

Um in das elektronisch geführte Grundbuch Einsicht nehmen zu dürfen, muss bezahlt werden. Die vertraulichen Einträge sind für den Eigentümer sichtbar und schützen sein Eigentum. Bringt jemand beim Grundbuchamt einen berechtigten Grund vor, wird eine Einsicht erlaubt. Bei einem Kauf oder einer Erbschaft fordert der Notar einen Auszug aus dem Grundbuch an. Käufer, die sich in Verhandlungen befinden, dürfen ebenfalls Einsicht nehmen. Laut Gesetz haben Erben eine sechswöchig Frist, um das Erbe abzulehnen.

Wofür wird ein Grundbuch gebraucht?

Im Grundbuch werden die Eigentümer aufgelistet und ob diese zu einer Eigentümergemeinschaft oder einem Erbbauberechtigten gehören. Auch ältere Einträge sind erhalten und die Geschichte einer Immobilie kann über viele Jahrzehnte hinweg zurückverfolgt werden. Der Käufer weiß somit, ob der Verkäufer dazu berechtigt ist, das Grundstück zu verkaufen.

Im Grundbuch scheint auf, ob die Immobilie belastet oder beschränkt ist. Die Eintragung von Wegerechten, sowie vorhandene Stromleitungen und Wasser- oder Gasleitungen sind auch zu sehen. Ebenfalls Eintragungen über das Vorkaufsrecht und das Wohnrecht und eventuelle Hinweise auf ein Sanierungsgebiet scheinen auf. Alle diese wichtigen Informationen dienen einer Finanzierung, um zu wissen ob ein Verwandter des Vorbesitzers ein Wohnrecht hat, denn Einschränkungen mindern den Wert der Immobilie.

Eine Immobilie gehört dem neuen Besitzer erst dann, wenn dieser im Grundbuch eingetragen wurde. Dadurch findet nach Abschluss des Kaufvertrages eine Auflassungsvormerkung statt. Die Immobilie ist vorläufig gesichert, bis der neue Besitzer den kompletten Kaufpreis bezahlt hat.

Auch Grundschulden, Rentenschulden und Hypotheken sind im Grundbuch aufgezeichnet. Bei einem Kauf ist zu sehen, ob die Belastungen abgelöst wurden. Die Kreditgeber sichern sich ab und tragen eine Grundschuld oder Hypothek im dritten Teil des Grundbuchs ein. Zahlt der Käufer Zins und Tilgung nicht, verkauft die Bank die Immobilie.

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